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Ausgabe 1/2007:

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| 22 23 | Zeitarbeit

| 22 23 | Zeitarbeit schwarz auf weiß Zeitarbeit schwarz auf weiß HOMBURG: „ZEITARBEIT IN DER MITTE DER GESELLSCHAFT ANGEKOMMEN“ Die Zeitarbeitsbranche in Deutschland fühle sich nach jahrelanger Diskriminierung jetzt „mitten in der Gesellschaft angekommen“. Das sagte der Bundesvorsitzende des iGZ, Volker Homburg, in einem am 2. Januar veröffentlichten Gespräch mit der Neuen Osnabrücker Zeitung. Die gestiegene Akzeptanz von Zeitarbeit führte Homburg vor allem darauf zurück, dass Politik und Öffentlichkeit deren Wert für den Wirtschaftsstandort Deutschland richtig erkannt hätten. Bis zum Jahr 2010 könne die Millionengrenze geknackt werden, so Homburg, was schon einen relevanten Bereich von sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung ausmache. PETERS: „ALLGEMEINVERBINDLICHER ZEITARBEITSTARIFVERTRAG RICHTIGER SCHRITT“ In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 25. Februar kritisierte der IG-Metall-Vorsitzende Jürgen Peters, dass es trotz der Tarifabschlüsse immer noch zu viele Unternehmen in der Branche gebe, die mit Dumpinglöhnen arbeiteten. In vielen Unternehmen sei Zeitarbeit mittlerweile ein Thema des billigen Einkaufs und nicht der Personalpolitik. „Deswegen darf Zeitarbeit nicht ausufern“, so Peters. Zeitarbeiter müssten genauso bezahlt werden wie die Stammbeschäftigten. „Ein erster Schritt in die richtige Richtung wäre es, den Tarifvertrag der Zeitarbeit für allgemeinverbindlich zu erklären.“ Das wäre gerecht und entspreche sogar der Forderung von tariftreuen Zeitarbeitsunternehmen. „Die wollen, dass es in der Marktwirtschaft fair zugeht“, so Peters. CLEMENT FÜR MINDESTLÖHNE IN DER ZEITARBEIT In einem für die Welt am Sonntag vom 4. Februar verfassten Artikel zum Thema Mindestlöhne befürwortete Wolfgang Clement die Ausweitung des Arbeitnehmerentsendegesetzes um die Zeitarbeitsbranche. Er bezeichnete es als schwer erträglich, dass sich ausgerechnet beim Thema Mindestlöhne ein christlicher Gewerkschaftsbund anbieten würde, um Anti-Dumping-Vereinbarungen des DGB – etwa bei der Zeitarbeitsbranche – zu unterlaufen. Die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände sollte sich dazu zu schade sein. „ Es ruht kein Segen auf taktischen Spielen mit Richtungsgewerkschaften“, so Clement. Das gehöre zur deutschen Geschichtslektion, die auch bei der BDA nicht in Vergessenheit geraten sollte. WEISE: „ZEITARBEIT SCHAFFT ARBEITSPLÄTZE“ „Schafft Zeitarbeit wirklich Arbeitsplätze?“, lautete die Frage eines Tagesspiegel-Lesers (25. Februar). Eine Antwort erhielt er von Frank-Jürgen Weise, Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit. „Ja, Zeitarbeit schafft Arbeitsplätze“, so Weise. So sei gut die Hälfte aller Arbeitsplätze in der Zeitarbeit entstanden. Weise bekräftigte, dass es sich hierbei nicht um Umschichtung, sondern um einen tatsächlichen Zuwachs an Beschäftigung handele. In Sachen Zeitarbeit sei Deutschland innerhalb Europas aber ein Entwicklungsland. In anderen Ländern, beispielsweise Großbritannien, habe die Zeitarbeit kein negatives Image. Auch er verurteile Zeitarbeit nicht, sondern sehe darin eine „sinnvolle Flexibilisierung am Arbeitsmarkt“ Zu verhehlen sei zwar nicht, dass es einige schwarze Schafe in der Branche gebe, die sich nicht an Tarifverträge und Regeln halten würden. „Die seriösen Unternehmen aber sind gute Arbeitgeber, die wir als BA voll unterstützen“, so Weise. STOLZ: „ZEITARBEIT AUF DEM BAU IST SCHLAU“ „Soll das Verbot der Zeitarbeit auf dem Bau fallen?“, diese Frage stellte die Hessische-Niedersächsiche-Allgemeine vom 4. Januar dem iGZ-Bundesgeschäftsführer Werner Stolz und Frank Steinmeier, Fachreferent beim Bundesvorstand der IG Bauen-Agrar-Umwelt. Zeitarbeit führe zu einem Ausdünnen der Stammbelegschaften und bringe die sehr bewährte Tarifautonomie in Gefahr, so Steinmeier. Es gebe keinen vernünftigen Grund, wieso Zeitarbeit im Bauhauptgewerbe nicht wie in allen anderen Wirtschaftsbranchen gut und ohne Nachteile funktionieren sollte, äußerte demgegenüber Stolz. Es gehe um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Bauwirtschaft und um die Chance, reguläre und flexible Wettbewerbsverhältnisse dort zu schaffen. Z direkt! Z direkt!

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